Fachoberschule für Gesundheit und Soziales

Ausbildungsziel

Der Bildungsgang der Fachoberschule für Gesundheit und Soziales führt zur Fachhochschulreife („Fachabitur“), die zur Aufnahme eines beliebigen Studiums an Fachhochschulen berechtigt. Die schwerpunktmäßig angestrebten Studiengänge Soziale Arbeit, Sozialpädagogik sowie Studiengänge im Gesundheitswesen an Fachhochschulen betonen besonders den Praxis- und Anwendungsbezug. Mögliche Abschlüsse der Studiengänge sind der Bachelor of Arts (3 – 3,5 Jahre) und der Master of Arts (weitere 1 – 2 Jahre).

Qualifizierte Absolventinnen und Absolventen der Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen haben auch gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz z.B. in der Krankenpflege, Physiotherapie, als Erzieherin bzw. Erzieher etc. sowie auch in fachrichtungsfremden Bereichen wie beispielsweise dem öffentlichen Dienst (z.B. Polizei oder Verwaltung).

Zugangsvoraussetzungen

Die Aufnahme setzt den Sekundarabschluss I - Mittleren Bildungsabschluss und den Eintritt in ein entsprechendes fachbezogenes Praktikum voraus. Der Abschluss kann an einer Haupt-, Gesamt- oder einer Berufsbildenden Schule bzw. an einer Realschule oder an einem Gymnasium erworben worden sein.
Schülerinnen und Schüler von Gymnasien, die nach der 9. Klasse die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe erworben haben, können auch ohne den mittleren Schulabschluss in den Bildungsgang aufgenommen werden. Sie erwerben diesen dann mit der Versetzung in die Klasse 12.

Die Fachoberschule am MLB hat einen großen Einzugsbereich. Unsere Schülerinnen und Schüler kommen vorwiegend aus dem Mönchengladbacher Stadtgebiet, aber auch aus Heinsberg, Wegberg, Viersen und aus dem Rheinkreis Neuss.

Dauer und Aufbau des Bildungsganges

Die Fachoberschule für Gesundheit und Soziales dauert zwei Jahre. Unsere Schülerinnen und Schüler der Klasse 11 arbeiten an 3½ Wochentagen im Rahmen eines fachbezogenen Praktikums in Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens (Kindertagesstätten, Krankenhäuser, Seniorenheimen …). Außerdem werden sie an 1½ Tagen insgesamt 12 Unterrichtsstunden pro Woche in unserer Schule unterrichtet. In die Klasse 12 wird versetzt, wer in allen Fächern mindestens "ausreichende" Leistungen erzielt hat (oder in höchstens einem Fach "mangelhaft" steht). Für die Aufnahme in die Klasse 12 ist außerdem der Nachweis des erfolgreich abgeleisteten des Praktikums gem. Praktikumsausbildungsordnung erforderlich.

Stundentafel / Fächer

Neben dem Praktikum haben unsere Schülerinnen und Schüler in der Klasse 11 an 1½ Tagen 12 Unterrichtsstunden in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch, Erziehungswissenschaften, Gesundheitswissenschaften, Politik und Religion.

In der Klasse 12 werden 32-34 Wochenstunden Unterricht erteilt, davon 22 Stunden im berufsbezogenen und 10 Stunden im berufsübergreifenden Lernbereich.

Inhalte

Zum berufsbezogenen Lernbereich gehören die Fächer:

Erziehungswissenschaften u. Psychologie
Gesundheitswissenschaften u. Anatomie / Physiologie
Biologie
Wirtschaftslehre u. Informatik
Mathematik u. Englisch

Am Ende der Klasse 11 können sich unsere Schülerinnen und Schüler für den Schwerpunkt Erziehungswissenschaften oder den Schwerpunkt Gesundheitswissenschaften entscheiden. Mit dieser Entscheidung wird auch das 4. Prüfungsfach (Erziehungs- oder Gesundheitswissenschaften) festgelegt. Weitere schriftliche Prüfungsfächer sind Deutsch, Mathematik und Englisch.

In Erziehungswissenschaften werden ausgehend von der Notwendigkeit und Möglichkeit der Erziehung zunächst die Bedingungen des Erziehungsprozesses thematisiert. Dazu werden Grundlagen erarbeitet, die zum Verständnis der Vielschichtigkeit des menschlichen Verhaltens und insbesondere des pädagogischen Verhältnisses beitragen können (z.B. Kommunikation und Interaktion, soziale Bedingungen der Erziehung, Wahrnehmung). Darauf aufbauend können Theorien der Entwicklung und Sozialisation, Theorien der Verhaltensänderung sowie Erziehung unter besonderen Bedingungen und alternative Erziehungskonzepte behandelt werden.

Der Gesundheitsbegriff, der dem Fach Gesundheitswissenschaften zugrunde liegt, versteht Gesundheit als eine dynamische Balance der Aspekte Körper und Selbst, Soziale Lebenswelt und Umwelt. Dabei zielt der Unterricht insbesondere auf Problemoffenheit, Reflexions- und Urteilsfähigkeit auf der Grundlage eines soliden Wissens.

Inhaltliche Schwerpunkte in der Klasse 11 sind Konzepte und Modelle der Gesundheitswissenschaften sowie Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung. In der Klasse 12 sind Themenbereiche wie „Aspekte der Kranken- und Gesundheitsversorgung" oder „Einflussfaktoren auf gesundheitsrelevantes Verhalten - Lebenslage, Umwelt und Gesundheit" vorgesehen, wobei immer an konkreten Beispielen (Infektionskrankheiten, Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen usw.) gearbeitet wird.

Im Mittelpunkt des Faches Psychologie steht das Verständnis für die komplexen Bedingungen des menschlichen Verhaltens und Erlebens. Es werden Fragen der Entwicklung der individuellen Persönlichkeit, der Bedeutung sozialer Beziehungen für die Entwicklung des Menschen sowie die Entstehung und Behandlungsmöglichkeiten von Verhaltensauffälligkeiten und Verhaltensstörungen thematisiert.

Das Fach Anatomie/Physiologie beinhaltet den Bau und die Funktion wichtiger Organsysteme des menschlichen Körpers, was eine wichtige Voraussetzung für das Verstehen des Organismus Mensch darstellt. Durch das Verständnis dieser zentralen Systeme wirkt es insbesondere unterstützend für das Fach Gesundheitswissenschaften. Aber auch die Fächer Erziehungswissenschaften und Psychologie profitieren beispielsweise von den anatomisch-physiologischen Grundlagen zum Nervensystem.

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Die Biologie wird im Unterricht der FOS schwerpunktmäßig verstanden als Humanbiologie, die ihre Wurzeln in der Lehre der Zellen findet und Grundlagen für das Verstehen und kritische Bewerten von Zukunftstechnologien wie z. B. die Gentechnologie schafft.

Informatik wird in unseren modern ausgestatteten EDV-Räumen unterrichtet. Inhalte sind z.B. Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Internet.

Im Fach Wirtschaftslehre werden die wirtschaftlichen Grundzüge unserer Gesellschaft, sowie das Spannungsfeld zwischen Betriebswirtschaft und sozialer Verantwortung behandelt.

Europa wächst zusammen. Damit stellen sich neue und nationalitätenübergreifende Anforderungen an die Ausbildung. Das Fach Englisch setzt hier an und will die jungen Menschen auf eine zunehmende Globalisierung und Internationalisierung vorbereiten. Unsere Schülerinnen und Schüler verfügen bereits über Englischkenntnisse, die im Rahmen der Hinführung zur Fachhochschulreife erweitert und intensiviert werden.

Fächer des berufsübergreifenden Lernbereichs sind:

Deutsch/Kommunikation
Religion
Sport/Gesundheitsförderung
Politik/Gesellschaftslehre

Im Fach Deutsch stehen Textanalysen, Interpretationen, Erörterungen sowie Stellungnahmen und der kreative Umgang mit der Sprache auf dem Programm.

turnhalleDas Fach Religion stellt sich den Sinnfragen junger Menschen. Fragen der Lebensführung, des Miteinanders, des verantworteten Lebens stehen im Mittelpunkt des Unterrichts und werden auf dem Hintergrund des christlichen Glaubens kritisch, in oftmals sehr lebendigen Lernprozessen bearbeitet und erfahrbar gemacht.

 Der Sportunterricht findet in unserer modernen Mehrzwecksporthalle statt. Inhaltlich ist der Bogen weit gespannt. Er reicht z. B. von der klassischen Ausdauerschulung über Ball- und Mannschaftssportarten bis zum Klettern.

Im Politikunterricht werden vor allem Fragestellungen der Sozialpolitik und der Stellung des einzelnen in der Gesellschaft thematisiert.

Praktikum in der Klasse 11

Schülerinnen und Schüler, die in den zweijährigen Bildungsgang (Klasse 11 und 12) der Fachoberschule eintreten, haben während des Besuches der Klasse 11 ein einjähriges fachbezogenes Praktikum zu absolvieren. Das Praktikum wird an 3 1/2 Wochentagen abgeleistet. Daneben erhalten sie 12 Stunden pro Woche Unterricht in der Schule.
Das Praktikum wird durch eine Praktikums-Ausbildungsordnung geregelt.

Das Praktikum soll auf das Berufsleben vorbereiten, die Berufswahlentscheidung erleichtern, Einblicke in die berufliche und betriebliche Praxis gewähren, sowie Orientierung für ein mögliches Studium bieten. Der Praktikant soll dazu am beruflichen Alltag unter Anleitung teilnehmen, den berufsbezogenen Umgang mit den zu betreuenden Menschen einüben und reflektieren, einen sachgerechten Umgang mit den Arbeitsmaterialien kennen lernen und zunehmend selbstständig arbeiten.

Dabei werden die Ausbildungsinhalte von der Art und dem Ort des Praktikums her bestimmt. Der Praktikant ist an unterschiedliche Aufgaben der Praxisstelle heranzuführen. Zunehmend soll er mit selbständigen Tätigkeiten beauftragt werden. Schülerinnen und Schüler, die die Klasse 11 besuchen, haben während des Praktikums vier Berichte über die Ausbildungsabschnitte anzufertigen. Die Berichte müssen der Ausbildungsstelle zur Prüfung und Bescheinigung der Richtigkeit vorgelegt werden. Die Schule bewertet die Ausarbeitungen.

Das Praktikum kann in Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens abgeleistet werden, soweit diese Stellen zur Mitarbeit von Praktikanten geeignet sind und die Anleitung durch eine Fachkraft sichergestellt ist. Als in der Regel geeignet gelten: Krankenhäuser, Tageseinrichtungen für Behinderte, Heime für Behinderte, Tageseinrichtungen für Kinder, Kinderheime, Erholungsheime für Kinder, OGATAS, Spielplätze unter pädagogischer Leitung, Häuser der Offenen Tür, Jugendzentren, Altenheime, Altenclubs, Altentagesstätten, Ambulante Altenpflege, Essen auf Rädern, Ambulante Familienpflege.

Die Schule überprüft als zuständige Stelle, ob ein Praktikumsbetrieb geeignet ist.

Prüfung

Der Bildungsgang der Fachoberschule für Gesundheit und Soziales schließt ab mit einer Prüfung, die aus einem schriftlichen und ggfs. einem mündlichen Teil besteht. Prüfungsfächer sind Deutsch, Englisch, Mathematik und Erziehungswissenschaften oder Gesundheitswissenschaften (abhängig von der Wahl des Schwerpunktsfachs am Ende der Klasse 11).

Partner der Ausbildung

Als Partner stehen uns vor allem in der Jahrgangsstufe 11 die Praktikumsstellen zur Seite. Aus dem Umland arbeiten Krankenhäuser, Pflegeheime, Jugendheime, Kindergärten, Kindertagesstätten und andere Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens z. T. in jahrelanger guter Kooperation mit uns zusammen.

Abschluss und Berechtigungen

Der Bildungsgang der Fachoberschule für Gesundheit und Soziales schließt ab mit einer Prüfung, die aus einem schriftlichen und ggfs. einem mündlichen Teil besteht. Wer die Prüfung besteht, erwirbt die Fachhochschulreife ("Fachabitur"). Sie berechtigt zur Aufnahme eines Studiums an einer Fachhochschule.

Folgende Studiengänge an Fachhochschulen sind für Absolventen der Fachoberschule für Gesundheit und Soziales interessant:

- Studiengang Heilpädagogik
- Studiengang Erziehungswissenschaften
- Studiengang Soziale Arbeit
- Studiengang Kulturpädagogik
- Studiengang Sozialpädagogik
- Studiengang Musiktherapeut
- Studiengang Sozialjurist
- Studiengang Pflege- und Gesundheitswissenschaften
- Management im Sozial- und Gesundheitsbereich
- Physiotherapie
- Ergotherapie
- Logotherapie

Anmeldung

Anmeldungen werden unmittelbar nach der Ausgabe der Halbjahreszeugnissse entgegengenommen.

Benötigt werden:

  • Anmeldebogen (hier zum Download)
  • Passbild
  • Lebenslauf (bis zur Gegenwart)
  • Zeugnisse/beglaubigte Kopien

 

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