Höhere Berufsfachschule Kosmetik

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Aufnahmevoraussetzung:

Für die Aufnahme ist die Fachoberschulreife ("Mittlere Reife"), die auf der Realschule, der Gesamtschule, dem Gymnasium oder der Hauptschule erworben wurde, Voraussetzung.

Eine Begabung für praktisch-kreatives Arbeiten sowie Freude am Umgang mit Menschen, Kontaktfähigkeit, Beobachtungsgabe, ein gepflegtes Äußeres und Einfühlungsvermögen sollten vorhanden sein.

Unser Ausbildungsziel ist ...

...die Heranbildung von staatlich geprüften Kosmetikerinnen auf einem hohen Niveau.

Es handelt sich hier um eine qualifizierte Ausbildung, die mit einer staatlichen Abschlussprüfung endet. Verbunden mit dem Recht zur Führung der Berufsbezeichnung "Staatlich geprüfte Kosmetikerin" ist gleichzeitig der Erwerb der Fachhochschulreife.

Die Absolventinnen können somit auch ein Studium aller Fachrichtungen an einer Fachhochschule in der gesamten Bundesrepublik Deutschland aufnehmen.

Die Ausbildungsdauer beträgt drei Schuljahre.

Die Stundentafel

  Klasse 11 Klasse 12 Klasse 13
Berufsbezogener Lernbereich      
   Fächer des fachlichen Schwerpunktes 720 - 880 720 - 880 720 - 880
   Gesundheitslehre 160 - 240 160 - 240 160 - 240
   Kosmetische Behandlungsmethoden 160 - 240 160 - 240 160 - 240
   Rohstoffe und Produkte 80 - 160 80 - 160 80 - 160
   Gerätetechnik 80 - 160 80 - 160 80 - 160
   Mathematik 80 80 80
   Wirtschaftslehre 80 80 80
   Englisch 80 80 80
   Betriebspraktika      
       
Berufsübergreifender Bereich      
   Deutsch/Kommunikation  80 80 80
   Politik/Gesellschaftslehre  80 80 80
   Religionslehre  80 80 80
   Sport/Gesundheitsförderung  80 80 80
       
Differenzierungsbereich 0 - 160 0 - 160 0 - 160
       
Gesamtjahresstunden 1440 1440 1440
 

 

Nach bestandenem Examen haben unsere Absolventinnen die Fachhochschulreife ("Fachabitur") erlangt und sind gleichzeitig berechtigt, die Berufsbezeichnung "Staatlich geprüfte Kosmetikerin" zu tragen.

Auszüge aus unseren Unterrichtsinhalten

Gesundheitslehre:

Hygiene
Hygiene und Gesundheit: z.B. Krankheitserreger, vorbeugende Maßnahmen wie Desinfektion und Sterilisation;
Sicherheit am Arbeitsplatz: z.B. Unfallverhütungsvorschriften, Erste Hilfe, Anforderungen an einen gesundheitsgerechten Arbeitsplatz;
Arbeit und Erholung: z.B. Biorhythmen, Stress- und Antistressoren;
Gesundheitserziehung: z.B. Merkmale gesunder Lebensweise, Genussmittel- und Drogenmissbrauch, Hilfsmöglichkeiten.

Anatomie
Im Mittelpunkt stehen Aufbau und Funktion der körperlichen Subsysteme, wie z.B. Blut, Blutkreislauf und Blutgefäßsystem, das Nervensystem, der Bewegungsapparat (Muskel- und Knochensystem), das Verdauungssystem und die Vorgänge in der Zelle. Hier wird u.a. erarbeitet, welche Wirkungen kosmetische Behandlungsverfahren (z.B. die Massage) oder das Ernährungsverhalten auf die Körpersysteme haben.

Ernährungslehre
Bestandteile der Ernährung, Grund- und Leistungsumsatz, Sinn und Unsinn von Diäten, Ernährung und deren Einfluss auf die Haut.

Körperbehandlung/Wellness
Durchführung kosmetischer Behandlungen für die ganzheitliche Körperpflege. Diagnose, Mobilitätstest, Teilkörperbehandlungen wie z.B. Behandlung der Cellulite usw. Well-nessbehandlungen wie z.B. Hot-Stone-Massage usw..

 

Kosmetische Behandlungsmethoden:

Dermatologie
Aufbau und Funktionen des Hautorgans und der Hautanhangsgebilde, gut- und bösartige Veränderungen der Haut, Hautschädigungen durch physikalische und chemische Reize sowie Lichteinwirkungen, allergische und infektiöse Erkrankungen der Haut, Abgrenzung des Einsatzgebietes der Kosmetikerin und des Dermatologen.

Manuelle Gesichtsbehandlungen
Hautdiagnose, Arten der Vorreinigung, Augenbrauenkorrektor, Wimpernfärben, Arten der Intensivreinigung, Klassische Nervenpunktmassage, Behandlungen mit Masken, Packungen und Ampullen, Behandlungspläne für unterschiedliche Hautbilder, Spezial-behandlungen, Heimpflegepläne.

Kosmetische Theorie
enge Orientierung an der Fachpraxis, Anamnese, Karteikartenarbeit, Erstellen von Behandlungsplänen, Farblehre, Wirkung der Massagegriffe

Dekorative Kosmetik
Gesichtsanalyse (Morphologie), Tages Make-up, Camouflagetechniken, Abend Make-up, Phantasie-Make-up, Farb- und Typberatung

Maniküre
Techniken der Maniküre und Ausführung der Handpflege, Diagnose, Feiltechniken, Nagel-hautbehandlung, Massage usw.

Rohstoffe und Produkte
Wissenschaftlichen Grundlagen für einen fachlich begründeten Einsatz und Verkauf von kosmetischen Produkten werden erarbeitet. Chemischer Aufbau, Eigenschaften und Wirkungsweise der Inhaltstoffe kosmetischer Produkte, Strategien für kundenorientierte Beratungsgespräche, Marketing eines Kosmetikinstitutes unter Berücksichtigung der Sortimentsgestaltung

Gerätetechnik
Physikalische Kenntnisse zum Aufbau und zur Funktion von Geräten zur kosmetischen Behandlung, Grundlagen der Elektrizitätslehre, des Ultraschalls und des elektro-magnetischen Spektrums, kundenbezogene Planung apparativer Gesichts- und Körper-behandlungen

Wirtschaftslehre
Betriebswirtschaftliche und verkaufsrechtliche Aspekte bei einer Tätigkeit als selbständige oder angestellte Kosmetikerin: Unternehmensgründung, Schriftverkehr, Rechtsfragen, Ver-sicherungs- und Steuergesetze, Gesprächsführung und Verkaufstechnik

Außenkontakte

Unser Berufskolleg ist eine offene Schule, die eine Vielzahl von Außenkontakten unterhält.

Hier Beispiele aus unserem Bildungsgang Kosmetik:

"Atmen Sie bitte tief ein", so die Anweisung von Marina Oppermann vom Deutschen Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB), als sie mit dem Allergiemobil vor unserer Schule parkte und die Schülerinnen des Bildungsgangs Kosmetik auf den Lungenfunktionstest vorbereitete.

In der fahrenden Beratungsstelle des DAAB erhielten unsere Schülerinnen Informationen über das Krankheitsbild Allergie/Asthma sowie über deren Diagnose, Therapien und Medikation.
In dem von außen unscheinbaren Wohnmobil informieren sich sonst Interessierte an Gesundheitstagen von Unternehmen und an Aktionstagen von Apotheken, Gesundheitsämtern und Ärztehäusern über das weite Feld der Allergien.

Der Unterricht ...

...basiert auf einer modernen, zukunftsorientierten Ausbildungskonzeption. Die berufsnahe Ausbildung ist dabei unser besonderes Anliegen. Unser Handeln orientiert sich an unserem Schulmotto:

Das Maria-Lenssen-Berufskolleg ist das Berufskolleg, in dem Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler in lebendiger Atmosphäre partnerschaftlich, selbstverantwortlich und berufsbezogen lernen.

Die Ausbildung ist "vollzeitschulisch", d.h. sowohl die Theorie als auch die Vermittlung der Berufspraxis erfolgen in unserem Berufskolleg.
Auch Projekte sind Bestandteil des Unterrichtes. So erfüllen die Schülerinnen z.B. während des zweiten Ausbildungsjahres die ganzheitliche Aufgabe im Planspiel eine Firma ihrer Wahl zu gründen. Dabei erstellen sie ein Konzept, einen Finanzplan, bestimmen die Zielgruppe und ihre Bedürfnisse, richten Räume ein, planen die Werbestrategie. Eine abschließende Präsentation rundet die Arbeit ab.
pdfArtikel-Planspiel-Kosmetik.pdf

Unsere Ausstattung ...

Mit Fertigstellung unserer Neu- und Erweiterungsbauten im Herbst 1994 verfügt unser Berufskolleg über ein modernes, architektonisch reizvolles Schulgebäude, das nach den heutigen technischen und pädagogischen Gesichtspunkten errichtet und großzügig mit allen Unterrichtshilfen und Einrichtungen für praxisnahe Aus- und Fortbildung ausgestattet ist.

Die vom Land Nordrhein-Westfalen und der Stadt Mönchengladbach seinerzeit getätigten Investitionen von über 9 Mio. € bieten optimale Voraussetzungen für eine an den Bedürfnissen der Berufspraxis orientierten Ausbildung.

Vieles spricht dafür, sich an unserem Berufskolleg ausbilden zu lassen:

Der Unterricht wird von einem Team wissenschaftlich ausgebildeter Pädagogen mit Sek. II - Examen (Studien- und Oberstudienräte) erteilt. Unsere Lehrkräfte für die fachpraktischen Unterrichtsfächer weisen außerdem eine abgeschlossene Berufsausbildung als Kosmetikerin oder Friseurin auf und gewährleisten einen großen Bezug zur Berufspraxis.

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Unsere Schülerinnen werden in modern eingerichteten Fach- und Klassenräumen unterrichtet:

- Fachraum für Gesichts- und Körperbehandlungen
- Fachraum für Pediküre
- Fachraum für dekorative Kosmetik
- Fachraum für Verkaufstraining
- Lehrküchen für die diätetische Nahrungszubereitung
- Computer-Fachraum (26 Einzelarbeitsplätze mit Internetzugang)
- Schuleigene Turnhalle

Unsere naturwissenschaftlichen Fachräume (Chemie, Biologie) erfüllen einen hohen Standard.

Unseren Schülerinnen steht eine gut ausgestattete Mediothek mit aktueller Fachliteratur und Fachzeitschriften zur Verfügung. Im Selbstlernzentrum können ca. 30 moderne Computerarbeitsplätze und ein Laserdrucker während des Unterrichtes und in unterrichtsfreier Zeit genutzt werden.

Der fachpraktische Unterricht ...

... findet in speziell eingerichteten Fachräumen statt, so z.B. in Fachräumen für Massage, für Pediküre, für die Dekorative Kosmetik und Kosmetische Fachpraxis sowie für die Verkaufskunde.

Nach einer intensiven Demonstrations- und Übungsphase, in der die Schülerinnen Arbeitstechniken und -abläufe untereinander erarbeiten, werden diese insbesondere ab dem zweiten Halbjahr des ersten Ausbildungsjahres im Rahmen der Modellarbeit (Arbeit an fremden Personen) gefestigt.

Einige der Fertigkeiten und Kenntnisse, die wir im praktischen Ausbildungsteil vermitteln, sind:

  • Beurteilung der Haut, Bestimmung von Hautbild und Hautzustand
  • Erkennen und Bestimmen von Behandlungszielen
  • Fertigkeiten und Kenntnisse der Hautreinigung
  • Hautbildgerechte Auswahl von Pflegepräparaten
  • Klassische Gesichtsmassage und Nervenpunktmassage
  • Durchführung hautstrukturverbessernder Maßnahmen
  • Techniken der Depilation und Epilation
  • Kenntnis der Eigenschaften und Wirkungen kosmetischer Präparate
  • Aufzeigen und Durchführung kosmetischer Behandlungsverfahren
  • Behandlung von Hautfunktionsveränderungen
  • Ausführung direkter und indirekter Stromanwendung am Körper
  • Aufstellen von Heimpflegeplänen und Beratung bei kosmetischen Produkten
  • Durchführung von Verkaufsgesprächen
  • Techniken der Maniküre und Ausführung der Handpflege
  • Ausführung der Fußpflege
  • Techniken der dekorativen Kosmetik, Erstellung eines Make-ups
  • Kenntnis der Unfallverhütungsvorschriften, der kosmetischen Gesetzgebung etc.
  • Aufstellung von Behandlungsplänen / Durchführung von Massagen
  • Aufstellung eines Trainingsprogrammen und Durchführung der kosmetischen Gymnastik
  • Aufzeigen von Maßnahmen zur vorbeugenden Gesundheitspflege
  • Wellnessbehandlungen

Im zweiten bzw. dritten Ausbildungsjahr sieht die staatliche Ausbildungsordnung ein beaufsichtigtes 8-wöchiges Praktikum vor. Es dient der beruflichen Orientierung und ergänzt und vertieft die bis dahin erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten. Das Praktikum kann in einem von der Schülerin gewählten Institut bzw. auf einer Beauty Farm abgeleistet werden.

Das Praktikum wird folgendermaßen aufgeteilt: In der Mittelstufe absolvieren die Schülerinnen in der Schulzeit dienstags nachmittags vier Stunden ein Praktikum in einem Institut. In den Sommerferien zwischen Mittel- und Oberstufe werden in einem vierwöchigen Praktikum die Fertigkeiten vertieft.

Depotschulung ...

Während der Ausbildung finden mehrere Depotschulungen durch renommierte Kosmetikhersteller statt. Diese Schulungen bauen firmenbezogene Produktkenntnisse auf und knüpfen an den Fachunterricht in Rohstoffe und Produkte an. Es werden u. a. Informationen über die verwendeten Inhaltsstoffe, Produktlinien, Verkaufsstrategien und spezielle Anwendungsverfahren vermittelt.

Die hier erworbenen Kenntnisse befähigen die Schülerinnen zur hauttypgerechten Auswahl und Anwendung von Pflegeprodukten verschiedener Depots im Rahmen unserer "Modellarbeit" sowie der späteren Tätigkeit als Kosmetikerin im Institut.

Kosten und Finanzierung ...

Die Ausbildung ist, wie der Besuch aller öffentlichen Schulen, schulgeldfrei. Anspruchsberechtigte können Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAFÖG) beantragen. Die Kosten für die Schulbücher und das Fahrgeld werden auf der Grundlage der gesetzlichen Bestimmungen erstattet.

Zu Beginn bzw. während der Ausbildung entstehen Auslagen für

- die persönliche Arbeitskleidung
- eigene hochwertige Behandlungsbestecke
- für einzelne Fachbücher
- für Verbrauchsmaterial
- für Kopien
- für ein- und mehrtägige Studienfahrten.

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